LCR – Eine verbindliche Mindestanforderung an die Kreditinstitute

LCR- Liquitiy Covarge Ratio

 

Kreditinstitute sind in unserer schnelllebigen Zeit vielen Risiken ausgesetzt. Um die Liquidität der Banken sicherzustellen und Risiken zu minimieren wurden deshalb verschiedene Mindestanforderungen (u.a. in der MaRisk, KWG) festgelegt. Eine der neuen Kennzahlen ist die LCR (Liquidity Coverage Ratio). Sie ist im Basel III-Rahmenwerk eine der bestimmenden Liquiditätskenngrößen.

 

Die LCR gibt Aufschluss, wie groß das Liquiditätsrisiko eines Kreditinstituts in den nächsten 30 Tagen ist. Hierbei werden die „leicht zugänglichen“ hochwertigen Bestände - die sogenannten HQLA (High Quality Liquid Assets) – im Verhältnis zu den gesamten Nettoabflüssen der nächsten 30 Tage gesetzt. Diese werden über definierte Stressszenarien ermittelt. Je höher, die sich aus dem Verhältnis ergebende LCR-Kennzahl ist, desto geringer ist das Liquiditätsrisiko des Instituts. 

 

Die Bestände an hochwertigen, liquiden Aktiva werden in verschiedene Stufen eingeteilt, die jeweils nur einen bestimmten Anteil am Gesamt-HQLA ausmachen dürfen (z.B Aktiva der Stufe 2 nur max. 40%). Grundsätzlich gilt, dass diese Aktiva unbelastet und selbst unter Stressbedingungen jederzeit verfügbar sein müssen. 

 

Die Begrenzung der Zahlungsmittelzuflüsse darf hierbei max. 75% der Zahlungsmittelabflüsse betragen (Schwellwerttest). 

LCR-Formel

Am 01. Oktober 2015 wurde diese Liquiditätsdeckungsanforderung in der Europäischen Union als bindende Größe eingeführt (EU-Verordnung Nr. 2015/61) und eine stufenweise Erhöhung der Mindestanforderung veranlasst. So muss im Jahr 2018 eine LCR von 100% erreicht werden. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die kurzfristige Zahlungsfähigkeit (Zeithorizont 30 Tage) einer Bank jederzeit gegeben ist. 

 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.