Uraltkonten in Reichsmark

22.09.2017 

Regelmäßig finden Hinterbliebene Sparbücher in den Unterlagen von verstorbenen Verwandten, die noch auf Reichsmark lauten. Viele Vertriebene haben Ihre alten Sparbücher mitgenommen. Doch mehr als einen Erinnerungwert stellen die Bücher heute nicht mehr dar.

 

Die Rechtslage:

Bundesadler

Die relevante Rechtsvorschrift finden Sie im "Gesetz zum Abschluss der Währungsumstellung von 1948", kurz WährUmStAbschlG, vom 17.12.1975

 

So heißt es in § 2 Abs. 1: "Mit Ablauf des 30. Juni 1976 erlöschen die Ansprüche aus [...] Reichsmarkguthaben, soweit sie weder in Deutsche Mark umgewandelt worden oder erloschen sind [...]".

 

Damit ist ein Anspruch auf Auszahlung eines Reichsmark-Sparbuchs mit Ablauf des 30.06.1976 erloschen. Die Rechtslage sieht anders aus, wenn die Ansprüche in Deutsche Mark umgewandelt wurden. Dann wäre der Saldo im Sparbuch aber auch in Deutscher Mark ausgewiesen.

 

Das Gesetz verwendet den schönen Begriff Uraltkonten.

 

Der Sachverhalt wird ebenfalls von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, auf ihrer Webseite behandelt.